Gusthaus & Stiftung

Sönke-Nissen-Park Stiftung

Das alte Gutshaus, von Alt-Glindern liebevoll das „Glinder Schloss“ genannt, liegt inmitten einer in Teilen noch erhaltenen Parkanlage, aber auch umrahmt von den Hochhäusern aus den 70er Jahren, zentral in der Stadtmitte. Tag und Jahr seiner Errichtung sind Geschichtsforschern bislang verborgen geblieben. Es entstand um 1880, nachdem der Hamburger Patrizier und Rechtsanwalt Dr. Edward Bartels Banks im Oktober 1879 die Länderein des Gutes Glinde ersteigert hatte.

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Durch die Entwicklung der Gemeinde vom Dorf zur Stadt wurde das Gut Glinde im Zuge der Neuplanung eines Stadtkerns 1971 aus der Ortsmitte ausgelagert. Der Plan sah zunächst vor, alle Gebäude abzureißen. Buchstäblich in letzter Minute konnte das Gutshaus durch einvernehmliche Umplanung seitens der Gemeinde und des Eigentümers vor dem Abbruch gerettet werden.

Am 09.12.1976 übergab Sönke Nissen (PDF, 67 kb, nicht barrierefrei) jun. den Vertretern der Gemeinde Glinde die Schenkungsurkunde für das „Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park“, wie nun das Gutshaus künftig heißen sollte. Dieses wurde sodann in die am 28.06.1977 errichtete „Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung“ eingebracht.

Seit 1980 ist das alte Gutshaus Kulturdenkmal.

Nachdem in den Jahren 1977/1978 lediglich eine kostengünstige Renovierung möglich war, wurde das Gutshaus in den Jahren 1987 - 1994 von Grund auf restauriert und umgebaut. Aus denkmalpflegerischer Sicht wurde etwa der bauliche Zustand von 1912 wieder hergestellt.

Die Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk der Repräsentanten der damaligen Gemeinde Glinde (Bürgermeister Karlheinz Friederici und Bürgervorsteher Prof. Dr. Wolfgang Bachofer) mit dem Eigentümer des in der Ortsmitte gelegenen Gutshofes Glinde, Sönke Nissen, bzw. seinen Vertretern des Sönke Nissen-Nachlasses sowie seinem städtebaulichen Berater, Hans-Edmund Siemers, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Siemers-Stiftung.

In den Jahren 1970-1975 waren im Zuge der Aussiedlung des Gutshofes aus der Ortsmitte in die Trift mit aktiver Unterstützung des Landes und des Kreises insgesamt 540 Sozialwohnungen errichtet worden, dessen Bewohner in das Gemeindeleben integriert werden mussten.

Zitate der Gründungsmitglieder

Heute erfährt das Gutshaus eine vielfältige Nutzung: